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Fräsen für Einsteiger

Möchtest du neues DIY-Know-how erwerben? Dann könntest du dich vielleicht für das Fräsen interessieren. Ob du deine Kreativität an dekorativen Kanten ausprobieren oder dich an Tischlerarbeiten versuchen möchtest, alles was du brauchst, ist ein gutes Fräswerkzeug. In unserer praktischen Einführung zum Fräsen stellen wir dir dieses Handwerk und seine Werkzeuge vor. Von der Auswahl des richtigen Frässtifts bis zur Arbeit mit der Oberfräse von Dremel findest du hier alles, was du für den schnellen Start in dein nächstes DIY-Projekts brauchst.

Weichholz, Plexiglas und Gummi sind hervorragende Materialien für eine Handfräse

Tipp 1: Stelle deine Materialien zusammen

Bevor du ein neues DIY-Projekt startest, sollten wir uns die Grundlagen ansehen. Zunächst: Was genau ist eine Fräsung? Eine Fräsung ist eine Nut oder Aushöhlung, die mit einem energiegetriebenen Werkzeug hergestellt wird, und das Fräsen ist der Vorgang der „Aushöhlung“ von Materialien. Wenn du beginnst, solltest du Materialien auswählen, die einfach zu fräsen sind. Weichhölzer sind dafür sehr gut geeignet, aber auch Karton, Spanholz, Faserplatten, Laminate, Kunststoffe, Plexiglas, Sperrholz oder Gummi. Du kannst deine Handfräse auch für Harthölzer verwenden – Du musst dich dabei lediglich etwas langsamer bewegen. Hier musst du darauf achten, das Holz und/oder den Stift nicht zu verbrennen (mehr dazu unter Tipp 7).

Tipp 2: Die verschiedenen Fräsarten

Die Fräsart , die du brauchst, hängt von der jeweiligen Aufgabe ab. Wenn du beginnst, wirst du deine Fräse relativ oft zum Herstellen von Nuten verwenden. Nuten – lange Schnitte in Oberflächen – können flach, V-förmig oder gerundet sein. Du kannst damit beispielsweise funktionale Intarsien in Holztischplatten, Schneidbrettern oder auf einer Küchenarbeitsplatte herstellen. Eine weitere Fräsart ist eine Hohlkehle, auch als abgerundete Nut bezeichnet. Damit kannst du ganz einfach einer glatten Oberfläche ein interessantes Detail hinzufügen. Verwende die Auskehlung als dekorative Fräsung. Denke dabei an eine „abgeflachte Ecke“; die Auskehlung ist gerade, erstreckt sich aber nicht über das gesamte Profil des Materials. Bestimmte Fräsarten erfordern bestimmte Stifte, was uns zum nächsten Punkt bringt...

Finde den richtigen Frässtift für das Projekt

Tipp 3: Den richtigen Frässtift finden

Sehen wir uns die Frässtifte näher an. Ein gerader Stift ( 650 , 652 , 654 ) schneidet gerade Nuten mit quadratischem Boden, etwa Hohlkehlen oder Trench-Nuten. Ein geführter Stift ist eine Führung, die den Stift an seinem Ort hält, geeignet für Fräsungen wie Auskehlungen oder Abkantungen. Es gibt zwei wichtige Arten. Die erste (612) ist ein geführter Wulststift, der zumeist für dekorative Arbeiten verwendet wird. Ein geführter Abrundungsstift (615) wird für die Glättung von Kanten verwendet. Ein V-Nuten-Stift (640) schneidet dekorative V-förmige Nuten, während ein Schlüssellochstift (655) enge Schlitze schneidet. Er fräst Nuten in Bilderrahmen oder andere Dinge, die aufgehängt werden sollen. Möchtest du mehr erfahren? Vergleiche alle Frässtifte.

Lerne das Oberfräsen-Vorsatzgerät von Dremel kennen

Tipp 4: Besorg dir ein Oberfräsen-Vorsatzgerät

Das wichtigste Zusatzgerät beim Fräsen ist das Oberfräsen-Vorsatzgerät. Bei Holzarbeiten oder anderen DIY-Projekten, bei denen Fräsarbeiten anfallen, macht dieses Vorsatzgerät aus dem Dremel Multi-Tool eine Oberfräse. Anders ausgedrückt: Dieses Zubehör macht eine separate Oberfräse überflüssig. Du brauchst nur dieses Zubehör, um mit deinem Werkzeug Kreise zufräsen, Buchstaben oder Zeichen zu schneiden oder Intarsienarbeiten zu erstellen. Möchtest du gerade Linien fräsen? Verwende die Kantenführung, die zum Oberfräsen-Vorsatzgerät gehört.

Handschuhe und Schutzbrille sind beim Fräsen unverzichtbar

Tipp 5: Achte auf die Sicherheitsvorkehrungen

Bevor du mit deinem nächsten DIY-Projekt beginnst, sollten wir kurz die Sicherheitsmaßnahmen wiederholen. Schütze deine Hände mit Handschuhen, um Schnittwunden zu vermeiden. Eine Schutzbrille und eine Staubmaske sind beim Fräsen ebenfalls sehr wichtig, um zu vermeiden, dass du Sägemehl oder Kunststoffpartikel einatmest oder in die Augen bekommst. Vervollständige die Sicherheit mit einem isolierenden Gehörschutz, und du kannst loslegen!

Erstelle vor dem Fräsen zuerst eine „Gleitbahn“ im Holz.

Tipp 6: Halte die Fräse leicht abgekippt

Nachdem du die richtigen Frässtifte hast und die Sicherheitsvorkehrungen getroffen hast, kann es jetzt ernst werden. Wenn du das Gerät einschaltest, halte es leicht abgekippt. Warum? Die Spitze der meisten Frässtifte schneidet nicht in das Material: Der eigentlich funktionale Teil ist die Seite des Stifts. Wenn du die Fräse abgewinkelt hältst, erstellst du eine „Gleitbahn“ im Holz. Sobald du den Ansatz im Holz (oder dem Material, mit dem Sie arbeiten) gefunden hast, kannst du die Fräse aufrecht halten.

Die „Zufuhrrate“ hängt vom Material ab.

Tipp 7: Stelle die Umdrehungszahl ein, und gehe langsam vor

Achte darauf, dass dein Material oder der Frässtift nicht verbrennt; lass das Werkzeug die Arbeit machen, und lege eine Pause ein, wenn du siehst, dass das Material heiß wird. Gehe langsam vor, besonders bei Harthölzern wie Eiche. Wenn du Plexiglas fräst, verwende niedrige Umdrehungsraten. Auf der Verpackung jedes Frässtifts findest du Empfehlungen zur Umdrehungsrate. Schließlich: Fräse stets in Phasen – entferne nicht mehr als 3 mm Material auf einmal. Du möchtest eine 1 cm tiefe Nut? Stell die Tiefe der Fräse auf 3 mm, und fräse in drei Phasen. Teste das Verfahren immer an etwas Ausschussmaterial, und du fräst schon bald wie ein Profi!

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