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Fehler vermeiden beim Schleifen und Schärfen

Dank dieser umfassenden Anleitung musst du das Rad nicht neu erfinden, wenn es ums Schleifen und Schärfen geht. Ganz gleich, ob du Scheren schärfen, Mosaikfliesen glattschleifen oder Kupferrohre entgraten möchtest (siehe „Kreative Verwandlung“): Wir helfen dir, die gängigsten Probleme zu umschiffen. Du musst nur unsere Tipps zum Schleifen und Schärfen beherzigen. Dann gelingt die Arbeit sicher und erwartungsgemäß.

Tipp 1: Schütze dich selbst mit dem Schutzschild von Dremel.

Beim Schärfen von Metallwerkstücken lassen sich Funkenflug und Staubbildung nicht vermeiden. Aber auch andere Gegenstände können kleine Staub- oder Schmutzpartikel freisetzen. Mit dem Schutzschild von Dremel (A550) , der zum Lieferumfang verschiedener Toolkits von Dremel gehört, kannst du dich, deine Kleidung und deine Umgebung vor diesen umherfliegenden Partikeln schützen. Durch seine clevere Bauweise lässt er Funken oder Partikel abprallen, sodass sie von dir weg fliegen.

Tipp 2: Spanne dein Werkstück oder Werkzeug fest ein.

Du musst vermeiden, dass dein Werkstück – oder Multifunktionswerkzeug – beim Schleifen oder Schärfen verrutscht. Das klappt am besten mit einem Schraubstock wie dem Dremel Multi-Schraubstock (2500). Klemme den Schraubstock einfach auf deiner Werkbank fest, lege das Werkstück zwischen die Backen und spanne die Backen fest. Mit einem Dremel Multi-Schraubstock lässt sich das eingespannte Werkstück um 360° drehen. Dadurch findest du immer den richtigen Ansatzwinkel zum Schleifen oder Schärfen. Du kannst aber auch dein Dremel Multifunktionswerkzeug in den Schraubstock einspannen und das zu schleifende Werkstück an das Schleifzubehör heranführen. Probiere einfach aus, welche Vorgehensweise dir besser liegt.

Tipp 3: Wähle das richtige Zubehör für das Projekt.

Bei Projekten, bei denen es auf Präzision ankommt, musst du das für das Projekt geeignete Werkzeug auswählen. Wenn du beispielsweise ein Rohr mit einem ungeeigneten Schleifstein entgratest, kannst du versehentlich zusätzliche Grate verursachen und ärgerst dich am Ende über die zusätzliche Arbeit. Jeder Schleifstein von Dremel hat eine bestimmte Form und Größe und einen speziellen Verwendungszweck. Unser vergleichendes Informationsblatt hilft dir bei der Auswahl des richtigen Produkts. Die Korund-Schleifspitze (953) bewirkt Wunder auf runden oder gebogenen Oberflächen wie Rohren und Röhren, und zwar sowohl auf Innen- als auch auf Außenflächen. Sein zylinderförmiger Zwilling, die Korund-Schleifspitze (932), eignet sich perfekt für flache und genutete Oberflächen wie Achsen.

Tipp 4: Arbeite mit langsamen, kontrollierten Bewegungen

Ein weiterer Grund, aus dem dein Schleif- oder Schärfprojekt misslingen kann, ist Ungeduld. Wenn man mit vollem Arbeitseifer zur Sache geht, ist man schnell mal zu ungestüm oder drückt zu fest auf. Die Folge? Möglicherweise nimmst du an manchen Stellen zu viel Material weg, sodass die Oberfläche uneben oder die Kanten wellig werden. Die Lösung ist einfach: Nimm dir Zeit. Mit kontrollierten Bewegungen erzielst du viel eher gleichmäßige und glatte Ergebnisse. Mit dem Dremel benötigst du auch nicht viel Kraft. Lass einfach das Werkzeug für dich arbeiten.

Tipp 5: Halte die Hände ruhig.

Freihändiges Schleifen oder Schärfen erfordert eine ruhige Hand und viel Konzentration. Ansonsten werden die Ergebnisse ungleichmäßig und schief. Zum Herstellen präziser Winkel von 45 oder 90° gibt es ein Hilfsmittel. Der Dremel Modellierungstisch (576) ist ein Schärfwerkzeug, das dir hilft, wunderbar gleichmäßige Kanten zu erzeugen, wenn du beispielsweise Fliesen zuschneidest. Verwende unbedingt einen Schraubstock (siehe Tipp 2) und spanne dein Werkstück ein, damit du absolut präzise Schleif- und Schärfergebnisse erzielst.

Tipp 6: Reinige dein Schleif- und Schärfzubehör regelmäßig.

Wenn du einen Schleifstein von Dremel unter ein Mikroskop hältst, erkennst du darin viele kleine Öffnungen. In diesen Öffnungen sammeln sich Staub, Rost, Schmutz und andere abgeschliffene Teilchen an. Aber keine Sorge: Du musst Schleifzubehör, in dem sich solche Rückstände angesammelt haben, nicht wegwerfen. Lasse den Schleifstein einfach gegen einen Abziehstein laufen, den du in deinen Schraubstock einspannst. Dieser solide Block aus hartem Schleifwerkstoff reinigt und formt dein Zubehör neu und bringt es wieder in Form für die nächste Phase deines Schleif- oder Schärfprojekts.

Tipp 7: Prüfe die Schärfe auf sichere Weise.

Nach all dem Schärfen willst du natürlich ausprobieren, ob dein nachgeschärftes Werkstück wieder funktioniert. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es an deinem Finger auszuprobieren und dich selbst zu schneiden, gehört übrigens nicht dazu! Der Papierschneidetest lässt sich zu Hause problemlos durchführen. Spanne einfach die geschärfte Schneide horizontal in einen Schraubstock. Halte ein Stück Papier gespannt über das Werkstück und lasse es sanft über die geschärfte Schneide gleiten. Dabei bewegst du das Stück Papier nach unten und auf dich zu. Eine scharfe Klinge sollte das Papier sauber durchtrennen, ohne dass es hängen bleibt. Bleibt das Papier hängen oder reißt, muss die Klinge nachgeschärft werden.

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